top of page
AWO_Logo_Mannheim_RGB.jpg

AWO Mannheim startet Gemeinwesenarbeit in Waldhof-West

  • 10. Aug.
  • 4 Min. Lesezeit

Neue Anlaufstelle in der Oppauer Straße setzt auf Beteiligung, Vernetzung und die Stärkung nachbarschaftlicher Strukturen

Mannheim, 10. August 2026. Die AWO Mannheim hat ihre Gemeinwesenarbeit in Waldhof-West aufgenommen. Seit dem 16. Juli sind die Quartiersarbeiterinnen Andreea Botez und Zita Hoefer in der Oppauer Straße 37 vor Ort. Mit der neuen Anlaufstelle baut die AWO ihre sozialraumorientierte Arbeit in Mannheim weiter aus. Im Mittelpunkt stehen die Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner, die Vernetzung bestehender Strukturen und konkrete Unterstützung im Alltag.

Gemeinwesenarbeit setzt dort an, wo Menschen leben und ihr unmittelbares Lebensumfeld gestalten. Sie verbindet niedrigschwellige Beratung mit Beteiligung, Netzwerkarbeit und der Förderung bürgerschaftlichen Engagements. In Waldhof-West sollen deshalb nicht einfach neue Angebote geschaffen werden. Ziel ist es, gemeinsam mit den Menschen, Vereinen, Einrichtungen und Initiativen vor Ort vorhandene Ressourcen zu stärken, Bedarfe zu erkennen und tragfähige Strukturen für das Quartier weiterzuentwickeln.

„Soziale Arbeit muss dort präsent sein, wo das tägliche Leben der Menschen stattfindet. Mit der Gemeinwesenarbeit in Waldhof-West schaffen wir eine verlässliche Anlaufstelle mitten im Stadtteil und verbinden konkrete Unterstützung mit Beteiligung“, sagt Alexander Manz, Vorstand der AWO Mannheim. „Wir wollen nicht über ein Quartier und seine Bedarfe entscheiden, sondern gemeinsam mit den Menschen vor Ort herausfinden, was gebraucht wird und was sich gemeinsam entwickeln lässt. Diese Nähe gehört für uns zu einer modernen und wirksamen sozialen Arbeit.“

Zuhören, vernetzen, gemeinsam entwickeln

In den ersten Wochen haben Andreea Botez und Zita Hoefer bereits Kontakte zu Bewohnerinnen und Bewohnern, Vereinen, Initiativen und sozialen Einrichtungen aufgebaut. Diese Vernetzung ist ein zentraler Bestandteil der Gemeinwesenarbeit. Bestehendes Engagement soll sichtbar gemacht und gestärkt werden. Gleichzeitig geht es darum, Menschen und Institutionen zusammenzubringen, neue Kooperationen anzustoßen und Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen.

„Professionelle Gemeinwesenarbeit beginnt mit einer genauen Wahrnehmung des Sozialraums und mit dem direkten Austausch mit den Menschen, die dort leben“, erklärt Susanne Dehoust, Leiterin des Geschäftsbereichs Verband im Quartier der AWO Mannheim. „Wir kommen nicht mit fertigen Lösungen in den Stadtteil. Wir wollen Bedarfe erkennen, vorhandene Ressourcen stärken und Menschen, Initiativen und Einrichtungen miteinander vernetzen. Entscheidend ist, dass Bewohnerinnen und Bewohner selbst Einfluss auf die Entwicklung ihres Quartiers nehmen können. Gemeinwesenarbeit schafft dafür Strukturen, eröffnet Zugänge und unterstützt bürgerschaftliches Engagement.“

Für die AWO Mannheim ist die Arbeit in Waldhof-West Teil ihres sozialräumlichen Ansatzes. Der Geschäftsbereich Verband im Quartier verbindet dabei die Verbandsarbeit mit der Arbeit der AWO-Ortsvereine, dem Jugendwerk und der Quartiersarbeit. Ziel ist es, soziale Angebote und zivilgesellschaftliches Engagement stärker miteinander zu verbinden und die AWO dort sichtbar und ansprechbar zu machen, wo Menschen ihren Alltag verbringen.

Niedrigschwellige Unterstützung direkt im Quartier

Ein erster Baustein ist das bereits gestartete Infobüro in der Oppauer Straße. Dort erhalten Bürgerinnen und Bürger Unterstützung bei konkreten Fragen des Alltags, beispielsweise beim Ausfüllen von Anträgen und Formularen, bei Fragen im Kontakt mit Behörden oder bei der Vermittlung an geeignete Beratungsstellen und Unterstützungsangebote.

Die offenen Sprechstunden finden montags von 14 bis 16 Uhr sowie mittwochs von 10 bis 12 Uhr statt. Weitere Termine sind von Montag bis Donnerstag nach Vereinbarung möglich.

Das Infobüro soll dabei mehr sein als eine klassische Beratungsstelle. Niedrigschwellige Unterstützung kann den ersten Kontakt herstellen und damit den Zugang zu weiterführenden Hilfen, aber auch zu Begegnung und Beteiligung erleichtern.

„Gerade im Quartier zeigt sich, wie wichtig kurze Wege und persönliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind“, sagt Alexander Manz. „Menschen müssen wissen, wohin sie sich mit einer Frage oder einer Idee wenden können. Gleichzeitig wollen wir diejenigen erreichen, die sich für ihre Nachbarschaft engagieren möchten. Beides gehört zusammen: Unterstützung dort, wo sie gebraucht wird, und die Möglichkeit, selbst etwas mitzugestalten.“

Sprachcafé startet am 25. August

Ab dem 25. August ergänzt ein wöchentliches Sprachcafé das Angebot. Jeden Dienstag von 14 bis 15 Uhr können Menschen in ungezwungener Atmosphäre Deutsch sprechen, Kontakte knüpfen und miteinander ins Gespräch kommen.

Dabei steht nicht allein das Erlernen der Sprache im Mittelpunkt. Das Sprachcafé soll zugleich ein offener Begegnungsort sein, der Kontakte zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft ermöglicht und damit gesellschaftliche Teilhabe und nachbarschaftliches Miteinander unterstützt.

„Begegnung ist eine wichtige Voraussetzung für ein funktionierendes Quartier“, so Susanne Dehoust. „Dafür braucht es Orte und Gelegenheiten, an denen Menschen unkompliziert miteinander ins Gespräch kommen. Aus solchen Begegnungen können Kontakte, gegenseitige Unterstützung und im besten Fall neue Ideen für den Stadtteil entstehen.“

Gemeinsames Projekt für Waldhof-West

Die Gemeinwesenarbeit wird von der AWO Mannheim gemeinsam mit der Stadt Mannheim im Rahmen des Mannheimer Quartiermanagements umgesetzt. Ermöglicht wird das Projekt durch die Förderung der Dietmar Hopp Stiftung.

Für die Quartiersarbeit stehen insgesamt 250.000 Euro zur Verfügung. Davon sind 200.000 Euro für die Gemeinwesenarbeit und weitere 50.000 Euro für konkrete Maßnahmen im Stadtteil vorgesehen. Diese Mittel können beispielsweise für Projekte eingesetzt werden, die das Zusammenleben, die Aufenthaltsqualität oder weitere konkrete Verbesserungen im Quartier unterstützen.

„Quartiersarbeit entfaltet ihre Wirkung nicht von heute auf morgen. Sie lebt von Vertrauen, Kontinuität und verlässlichen Beziehungen“, betont Alexander Manz. „Deshalb geht es uns darum, gemeinsam mit unseren Partnern und vor allem mit den Menschen in Waldhof-West etwas aufzubauen, das langfristig trägt. Wir freuen uns darauf, diesen Weg jetzt gemeinsam zu gehen.“

Die AWO Mannheim lädt alle Bewohnerinnen und Bewohner ein, das Team kennenzulernen, mit Fragen und Anliegen vorbeizukommen und eigene Ideen für Waldhof-West einzubringen.

Kontakt

AWO Gemeinwesenarbeit Waldhof-West

Oppauer Straße 3768305 Mannheim

Tel: 0621/33819 53


 
 
 

Kommentare


bottom of page