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AWO Mannheim zieht positive Bilanz: Veranstaltungswoche gegen Armut setzt Zeichen für Zusammenhalt und Teilhabe

vor 4 Tagen
2 Min. Lesezeit

Von der Kleidertauschparty über Kunst und Kultur bis zur Schuldnerberatung: Die zweite Veranstaltungswoche der AWO Mannheim brachte Menschen zusammen und rückte die gesellschaftlichen Folgen von Armut in den Mittelpunkt.


Mit einem vielfältigen Programm aus Begegnung, Information, Kultur und gesellschaftlichem Engagement ist die Veranstaltungswoche „AWO gegen Armut: Miteinander stark“ erfolgreich zu Ende gegangen. Vom 9. bis 17. Oktober hatte die AWO Mannheim an verschiedenen Orten der Stadt dazu eingeladen, sich mit Armut und ihren Folgen auseinanderzusetzen. Nach der Premiere im vergangenen Jahr fand die Veranstaltungswoche bereits zum zweiten Mal statt.


Zu den Höhepunkten gehörte die große Kleidertauschparty in der AWO Geschäftsstelle in der Murgstraße. Unter dem Motto „Gib ab, nimm mit, sei nachhaltig“ konnten gut erhaltene Kleidungsstücke neue Besitzerinnen und Besitzer finden. Die Veranstaltung verband einen praktischen Beitrag zur Nachhaltigkeit mit dem Gedanken sozialer Teilhabe. Sie zeigte, dass bewusster Konsum, Ressourcenschonung und solidarisches Handeln zusammengehören.

Ein weiterer kultureller Akzent war die Vernissage der Fotoausstellung „Fenster zur Nachbarschaft“ der Fotografin Deborah Musso. In Kooperation mit dem Kulturamt Mannheim und dem Quartiermanagement Unterstadt öffnete die AWO ihre Geschäftsstelle als Ort der Kunst und der Begegnung. Die Ausstellung lenkte den Blick auf das nachbarschaftliche Zusammenleben und die Menschen im Quartier. Zugleich unterstrich sie den Anspruch der AWO, ihre Räumlichkeiten stärker für die Stadtgesellschaft zu öffnen.


Bereits zum Auftakt hatte das 30-jährige Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft Spezialisierte Schuldnerberatung Mannheim (ASS) einen wichtigen sozialpolitischen Schwerpunkt gesetzt. Der gut besuchte Festakt mit einem Fachvortrag des Armutsforschers Prof. Dr. Christoph Butterwegge verdeutlichte die Bedeutung qualifizierter Schuldnerberatung und die gesellschaftliche Dimension von Armut und Überschuldung.


Auch das Frühstück der Kulturen, der Kochworkshop „Günstig, gesund und gemeinsam genießen“ und weitere Begegnungsangebote machten deutlich, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, Menschen zusammenzubringen und soziale Teilhabe im Alltag zu fördern.

„Armut ist mehr als ein Mangel an Geld. Sie schränkt Chancen ein, erschwert gesellschaftliche Teilhabe und kann Menschen in die Isolation drängen. Mit unserer Veranstaltungswoche wollten wir nicht nur auf diese Realität aufmerksam machen, sondern zeigen, wie wichtig Begegnung, Beratung und Solidarität sind. Die positive Resonanz bestärkt uns darin, diesen Weg fortzusetzen. Gleichzeitig bleibt klar: Die Bekämpfung von Armut ist eine politische und gesellschaftliche Daueraufgabe“, erklärt Alexander Manz, geschäftsführender Vorstand der AWO Mannheim.


Den Abschluss bildete am 17. Oktober, dem Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut, ein Programm, das erneut Information, gemeinschaftliche Aktivitäten und Kultur miteinander verband. Dazu gehörten der Tag der offenen Tür im Zentralen Mannheimer Lehrgarten sowie das Improtheater „Geld ist (noch) nicht alles“ im Rahmen der Lichtmeile Neckarstadt-West, das sich mit den Themen Armut und Würde beschäftigte.


Für die AWO Mannheim ist die Veranstaltungswoche zugleich Ausdruck ihres sozialpolitischen Selbstverständnisses. Mit ihren Einrichtungen, Beratungsangeboten und sozialen Diensten begegnet sie den Folgen von Armut täglich. Die Erfahrungen aus der Woche zeigen, wie wichtig es ist, neben konkreten Hilfsangeboten auch öffentliche Aufmerksamkeit, Begegnungsräume und gesellschaftlichen Austausch zu schaffen.

Die AWO Mannheim dankt allen Mitwirkenden, Kooperationspartnern, Ehrenamtlichen sowie den Besucherinnen und Besuchern, die zum Gelingen der Veranstaltungswoche beigetragen haben.



 
 
 

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