Kommunen am Limit: AWO Mannheim warnt vor Folgen weiterer Kürzungen im Sozialbereich
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Pressemitteilung
Mannheim, 22. Juni 2026

AWO Kreisverband Mannheim e. V. unterstützt den heutigen Aktionstag „Kommunen am Limit“ und den Flashmob am Paradeplatz. Der Verband sieht die zunehmende finanzielle Schieflage der Städte und Gemeinden mit großer Sorge. Denn wenn Kommunen unter Druck geraten, geraten auch soziale Angebote, Teilhabe und gesellschaftlicher Zusammenhalt unter Druck. ommunen unter Druck geraten, geraten auch soziale Angebote, Teilhabe und gesellschaftlicher Zusammenhalt unter Druck.
Als einer der größten sozialen Träger der Stadt erbringt die AWO Mannheim im Auftrag der Stadt Mannheim zahlreiche Leistungen der Daseinsvorsorge. Dazu gehören Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Angebote für Familien, Quartiersarbeit, Suchthilfe, Betreuung im Alter, psychosoziale Hilfen, Integration sowie Beratungsangebote. Diese Arbeit entlastet die Kommune jeden Tag und trägt dazu bei, dass soziale Teilhabe vor Ort gelingt.
„Kommunen sind das Rückgrat des Sozialstaats. Wenn Städte sparen müssen, trifft das nicht abstrakte Haushaltszahlen. Es trifft Kinder, Familien, ältere Menschen und alle, die auf Unterstützung angewiesen sind“, sagt AWO-Vorstand Alexander Manz.
Die finanzielle Situation der Stadt Mannheim ist angespannt. Der Zukunftshaushalt sieht bis 2028 erhebliche Einsparungen vor. Betroffen sind unter anderem Zuschüsse, freiwillige Leistungen und Angebote der Daseinsvorsorge. Auch im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit wird bereits vor negativen Folgen gewarnt.
Die AWO Mannheim warnt davor, notwendige Konsolidierungen zulasten der sozialen Infrastruktur vorzunehmen.
„Soziale Arbeit ist kein Luxus, den man sich nur in guten Zeiten leistet. Sie ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Wer heute bei Prävention, Beratung, Jugendhilfe oder Pflege spart, zahlt morgen einen deutlich höheren Preis“, so Manz.
Die AWO Mannheim beschäftigt rund 650 Mitarbeitende und übernimmt mit ihren Einrichtungen und Diensten Aufgaben, die die Kommune allein nicht leisten könnte. Gemeinsam mit den Verbänden der Liga der Freien Wohlfahrtspflege sichern rund 6.500 Beschäftigte und mehr als 250 Einrichtungen wesentliche Teile des sozialen Netzes in Mannheim.
„Unsere Mitarbeitenden halten den sozialen Zusammenhalt in dieser Stadt jeden Tag ganz praktisch am Laufen. Sie begleiten Familien, unterstützen Menschen mit psychischen Erkrankungen, kümmern sich um ältere Menschen und schaffen Perspektiven für Kinder und Jugendliche. Wer diese Strukturen schwächt, gefährdet den Zusammenhalt unserer Stadt.“
Die AWO Mannheim fordert Bund und Land auf, die Kommunen endlich finanziell so auszustatten, dass übertragene Aufgaben auch dauerhaft erfüllt werden können. Das Prinzip müsse wieder gelten: Wer bestellt, bezahlt.
„Die Kommunen können nicht dauerhaft die Reparaturwerkstatt für gesellschaftliche Probleme sein, ohne dafür die notwendigen Mittel zu erhalten. Immer neue Aufgaben bei gleichzeitig wachsender Unterfinanzierung führen in eine Sackgasse. Die Leidtragenden wären am Ende die Menschen, für die soziale Angebote unverzichtbar sind“, erklärt Alexander Manz.
Die AWO Mannheim appelliert an Bund, Land und Kommunen, gemeinsam Verantwortung für die soziale Infrastruktur zu übernehmen.
„Mannheim braucht starke Kommunen und starke soziale Träger. Nicht gegeneinander, sondern miteinander. Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten. Aber Sparen auf dem Rücken der Schwächsten darf keine Zukunftsstrategie sein.“
Die AWO Mannheim unterstützt deshalb den Aktionstag „Kommunen am Limit“ und fordert einen finanziellen Neustart für die Städte und Gemeinden. Denn soziale Teilhabe, Bildung, Pflege, Integration und gesellschaftlicher Zusammenhalt dürfen nicht unter Finanzierungsvorbehalt stehen.




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